Wasserverunreinigung

Arten von Wasserverunreinigungen
Jedes Wasser ist mit Fremdstoffen belastet; Einige dieser Verunreinigungen sind relativ harmlos, bzw. erst in der Langzeitwirkung schädlich, während andere oft sofort gefährlich werden können. Es gibt unzählige dieser Stoffe, die in vier Grundkategorien eingeteilt werden können:

Biologische Verunreinigungen
Hierzu gehören Bakterien, Viren und andere Arten von Mikroorganismen (z.B. E-Coli, Kryptosporidien, Hepatitis-, Thyphus-, Choleraerreger…) Alle Genannten können z.B. Auslöser für Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, neurologische Störungen oder Leberzerstörung sein. Weiterhin befinden sich im Leitungswasser sehr oft Hormone aus Medikamenten (Anti-Baby-Pille) und Tierernährung. Diese Hormone können schwerwiegende Störungen in den Körpern der Menschen verursachen.

Anorganische Verunreinigungen
sind toxisch wirkende Metalle und Verunreinigungen, die nicht um ein Carbon Atom herum strukturiert sind (z.B. Kupfer, Blei, Arsen, Magnesium). Während einige harmlos sind, sind andere Ursache von Gehirnschäden, Nervenschädigungen und sogar Todesfällen.

Radioaktive Kontamination
Radioaktive Verschmutzungen sind typisch anorganisch und können natürlich oder vom Menschen hervorgerufen vorkommen. Einige der radioaktiven Belastungen werden mit der Entstehung von Krebs in Zusammenhang gebracht.

Organische Verunreinigungen
Hierzu gehören eine Vielzahl chemischer Verschmutzungspartikel, die um ein Carbon Atom herum strukturiert sind. Organische Schmutzpartikel beinhalten Lösungsmittel, Pestizide, Herbizide und Gasoline. Bei vielen dieser Partikel wurde ein Zusammenhang zu einer Anzahl von Krebsarten bzw. der Entstehung anderer Krankheiten herausgefunden.

Vermeiden Sie Mineralwasser aus dem Supermarkt
Mineralwasser unterliegt zwar der Mineralwasserverordnung. Diese weicht jedoch von der bestehenden Trinkwasserverordnung erheblich ab. Das Mineralwasser wird in einem wesentlich geringeren Umfang kontrolliert (so sind z.B. Untersuchungen auf Pestizide und Nitrat gar nicht vorgeschrieben) und es sind bei Mineralwässern zum Teil wesentlich höhere Grenzwerte als bei Trinkwasser erlaubt.

Trinkwasser darf höchstens 10µg/Liter Blei und Arsen enthalten, während Mineralwasser bis 50µg Arsen und 40 µg Blei pro Liter enthalten darf. Es wird leider immer noch oft belastetes Trinkwasser für die Zubereitung von Getränken (Kaffee, Tee, Säfte) und als Kochwasser verwendet.

Radioaktives Mineralwasser im Handel
Rund dreizehn Prozent der Mineralwassermarken, für die foodwatch Daten vorliegen, enthalten für Säuglinge und Kleinkinder kritische Mengen Uran. Darunter bekannte Marken wie San Pellegrino und Perrier von Nestlé oder Überkinger. foodwatch hat für mehr als 400 Marken Daten zur Uranbelastung zusammengetragen. Die Liste sehen Sie hier.

Mineralwasser aus Plastikflaschen hormonell belastet
Die Universität Frankfurt hat in einer Studie nachgewiesen, dass Mineralwasser aus Plastikflaschen mit hormonell wirksamen Substanzen belastet ist. Die Werte liegen deutlich höher als bei Wasser aus Glasflaschen. Experten warnen in Anbetracht der Ergebnisse vor möglichen Schäden für die Gesundheit. Besonders gefährdet seien Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder. Behörden halten sich mit Wertungen bislang zurück.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier. tagesschau.de ©

Es gibt verschiedene Methoden der Wasseraufbereitung, um es in seine möglichst reinste Form zu bringen. Jede Methode basiert auf einem anderen Prinzip. Insgesamt sind sie in ihrer Wirkung sehr ungleich: Vergleich der Filtermethoden

Liste der Belastungsstoffe im Trinkwasser und deren Grenzwerte
“Zielsetzung der Richtlinie 98/83/EG über die Qualität von Wasser
für den menschlichen Gebrauch ist, die menschliche Gesundheit vor den
nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von für den
menschlichen Gebrauch bestimmtem Wasser ergeben, durch Gewährleistung
einer Genußtauglichkeit und Reinheit zu schützen.”

Folgende chemische Belastungsstoffe dürfen sich in unserem Trinkwasser in den angegebenen Grenz- oder Parameterwerten befinden:

Belastungsstoffe Grenzwert Belastungsstoffe Grenzwert
Acrylamid 0,10 μg/l Fluorid 1,5 mg/l
Aluminium 0,2 mg/l Kupfer 2,0 mg/l
Ammonium 0,5 mg/l Mangan 0,05 mg/l
Antimon 5,0 μg/l Natrium 200 mg/l
Arsen 10 μg/l Nickel 20 μg/l
Benzol 1,0 μg/l Nitrat 50 mg/l
Benzo(a)pyren 0,010 μg/l Nitrit 0,1 mg/l
Blei* 25 μg/l Pestizide insgesamt 0,50 μg/l
Bor 1,0 mg/l Polyzyklische Kohlenw.-stoffe 0,10 μg/l
Bromat 10 μg/l Quecksilber 1,0 μg/l
Cadmium 5,0 μg/l Selen 10 μg/l
Chlorid 200 mg/l Sulfat 250 mg/l
Chrom 50 μg/l Tritium 100 Bq/l
Cyanid 50 μg/l Tetra- und Trichlorethen 10 μg/l
1,2-Dichlorethan 3,0 μg/l Trihalomethane insgesamt 30 μg/l
Eisen 0,2 mg/l Vinylchlorid 0,50 μg/l
Epichlorhydrin 0,10 μg/l

* ab 1.12.2013 gilt für Blei ein Parameterwert von 10 μg/l

Leider ergeben Untersuchungen des Grundwassers, dass dieses bereits Hunderte von Giftstoffen enthält. Täglich kommen neue dazu, wie z.B. Hormone, Arznei- und Antibiotikarückstände aus “geklärten” Abwässern, aus Krankenhäusern, Haushalten und Industriechemikalien.

Die kommunalen Trinkwasseraufbereitungen und Wasserversorgungen sind nicht nur überlastet und teilweise veraltet, sie fügen dem Wasser zudem Chlor, Ammoniak, Fluoride und andere Schadstoffe hinzu, die zur Wasserverschmutzung bedeutend beitragen.

Für Mineralwasser existieren teilweise keine Grenzwerte, vergleichbar dem Trinkwasser aus der Leitung.

Quellen:
Deutsche Trinkwasserverordnung

Österreichische Trinkwasserverordnung

EU Richtlinie

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